Mit dem Elektroauto Geld verdienen
Wer ein Elektroauto fährt, kann in Deutschland von der sogenannten THG-Prämie profitieren. Die Abkürzung THG steht für Treibhausgasminderungsquote. Unternehmen, die Kraftstoffe in Verkehr bringen, müssen ihre CO₂-Emissionen reduzieren oder entsprechende Zertifikate erwerben.
Genau hier kommen E-Auto-Besitzer ins Spiel: Die eingesparten Emissionen ihres Fahrzeugs können vermarktet werden. Dafür erhalten Halter eines rein elektrischen Fahrzeugs eine jährliche Auszahlung.
Was ist die THG-Prämie?
Die THG-Prämie ist eine finanzielle Vergütung für Besitzer von Elektrofahrzeugen.
Das Prinzip:
- E-Autos verursachen im Betrieb keine direkten CO₂-Emissionen.
- Die eingesparten Emissionen werden als Quote gehandelt.
- Mineralölunternehmen kaufen diese Quoten.
- Fahrzeughalter erhalten dafür eine jährliche Prämie.
Der Antrag erfolgt meist über spezialisierte Anbieter, die die Vermarktung übernehmen.
Wie hoch ist die THG-Prämie 2026?
Die genaue Höhe schwankt von Jahr zu Jahr und hängt vom Marktpreis der Treibhausgasminderungsquote ab.
In den vergangenen Jahren bewegten sich die Auszahlungen häufig zwischen:
- ca. 50 €
- bis etwa 150 € pro Fahrzeug und Jahr
Die tatsächliche Auszahlung kann je nach Anbieter und Marktentwicklung variieren.
Wer kann die THG-Prämie beantragen?
Antragsberechtigt sind grundsätzlich:
- Privatpersonen mit reinem Elektroauto
- Unternehmen mit Elektrofahrzeugen
- Leasingnehmer (je nach Vertragsgestaltung)
- Fuhrparkbetreiber
Nicht berechtigt sind in der Regel:
- Hybridfahrzeuge
- Plug-in-Hybride
- Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor
Welche Unterlagen werden benötigt?
Der Antrag ist meist unkompliziert.
Benötigt wird in der Regel:
- Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I)
- Fahrzeughalterdaten
- Bankverbindung
Die meisten Anbieter ermöglichen eine vollständig digitale Antragstellung.
Bis wann muss die THG-Prämie beantragt werden?
Die Fristen können je nach Anbieter unterschiedlich ausfallen.
Grundsätzlich gilt:
- Der Antrag sollte möglichst früh im jeweiligen Kalenderjahr gestellt werden.
- Viele Anbieter akzeptieren Anträge bis zum Jahresende.
- Je früher die Einreichung erfolgt, desto schneller kann die Auszahlung erfolgen.
Lohnt sich die THG-Prämie noch?
Auch wenn die Auszahlungen gegenüber früheren Höchstständen teilweise gesunken sind, bleibt die THG-Prämie ein attraktiver Bonus für Besitzer von Elektrofahrzeugen.
Vorteile:
- zusätzlicher jährlicher Geldbetrag
- einfacher Antrag
- keine technische Nachrüstung erforderlich
- auch für gewerblich genutzte Fahrzeuge interessant
Gerade bei mehreren Elektrofahrzeugen können sich die jährlichen Auszahlungen summieren.
Elektromobilität wird immer wichtiger
Mit dem Ausbau von Photovoltaikanlagen, Wallboxen und intelligenten Stromzählern wächst die Bedeutung der Elektromobilität weiter.
Viele Hausbesitzer kombinieren heute:
- Photovoltaikanlage
- Stromspeicher
- Wallbox
- Elektroauto
Dadurch lassen sich Energiekosten senken und der Eigenverbrauch optimieren.
Fazit
Die THG-Prämie bietet auch 2026 eine interessante Möglichkeit, mit dem eigenen Elektroauto zusätzlich Geld zu verdienen. Zwar schwanken die Auszahlungen je nach Marktlage, dennoch profitieren viele Fahrzeughalter von einem unkomplizierten jährlichen Bonus. Wer ein reines Elektrofahrzeug besitzt, sollte die Beantragung der THG-Prämie nicht verpassen.
Alle Inhalte in diesem Ratgeber wurden nach bestem Wissen und Gewissen erstellt. Dennoch übernehmen wir keine Gewähr für Vollständigkeit, Aktualität oder Richtigkeit der Angaben. Technische Anforderungen, Normen, Verarbeitungshinweise und bauliche Gegebenheiten können je nach Anwendungsfall abweichen. Maßgeblich sind stets die Angaben der jeweiligen Hersteller sowie geltende Vorschriften und Normen.

