Gabionen gehören seit vielen Jahren zu den beliebtesten Gestaltungselementen im Garten- und Landschaftsbau. Ob als Sichtschutz, Grundstückseinfassung, Stützmauer oder dekoratives Gestaltungselement – die mit Natursteinen gefüllten Drahtkörbe sind langlebig, pflegeleicht und vielseitig einsetzbar.
Eine der häufigsten Fragen lautet jedoch:
Wie viele Gabionensteine benötige ich eigentlich?
Die Antwort hängt von mehreren Faktoren ab, unter anderem von der Größe der Gabione, der verwendeten Körnung und der Form der Natursteine.
Das Volumen der Gabione berechnen
Grundlage jeder Berechnung ist das Volumen des Steinkorbs.
Die Formel lautet:
Länge × Breite × Höhe = Volumen in Kubikmetern (m³)
Beispiel:
Eine Gabione ist:
- 2,00 m lang
- 0,30 m breit
- 1,00 m hoch
Die Berechnung ergibt:
2,00 × 0,30 × 1,00 = 0,60 m³
Dieses Volumen muss später mit Natursteinen gefüllt werden.
Wie schwer sind Gabionensteine?
Natursteine besitzen – je nach Gesteinsart – unterschiedliche Rohdichten.
Als Faustregel kann man rechnen:
- ca. 1,6 bis 1,8 Tonnen pro Kubikmeter
Granit, Basalt oder Kalkstein unterscheiden sich zwar leicht, für eine erste Kalkulation reicht dieser Richtwert jedoch in den meisten Fällen aus.
Beispielrechnung
Für unsere Beispiel-Gabione mit 0,60 m³ ergibt sich:
0,60 × 1,7 t = ca. 1.020 kg Gabionensteine
Je nach Steinform und Korngröße kann die tatsächliche Menge etwas variieren.
Welche Körnung eignet sich?
Die Korngröße sollte immer auf die Maschenweite der Gabione abgestimmt werden.
Als Faustregel gilt:
Der kleinste Stein sollte größer sein als die Maschenöffnung, damit kein Material herausfallen kann.
Beliebte Körnungen sind beispielsweise:
- 40–60 mm
- 60–90 mm
- 80–120 mm
- 100–150 mm
Je größer die Gabione, desto gröber darf meist auch das Füllmaterial gewählt werden.
Warum gibt es Unterschiede beim Gewicht?
Nicht jede Gabione benötigt exakt dieselbe Steinmenge.
Einfluss haben unter anderem:
- Gesteinsart
- Steinform
- Korngröße
- Hohlräume zwischen den Steinen
- Art der Befüllung
Gebrochene Natursteine verzahnen sich häufig besser als rundes Material und können dadurch etwas kompakter eingebaut werden.
Etwas Reserve einplanen
In der Praxis empfiehlt es sich, etwa 5 bis 10 Prozent Reserve einzuplanen.
Dadurch können:
- Setzungen ausgeglichen werden
- kleine Hohlräume nachgefüllt werden
- spätere Ergänzungen problemlos erfolgen
Gerade bei größeren Projekten spart dies unnötige Nachbestellungen.
Gabionen richtig befüllen
Beim Befüllen lohnt es sich, etwas Zeit zu investieren.
Für ein sauberes Erscheinungsbild empfiehlt sich:
- größere Steine außen platzieren
- gleichmäßige Steinverteilung
- lagenweise befüllen
- Drahtkorb regelmäßig ausrichten
- Sichtseiten sorgfältig von Hand setzen
Dadurch entsteht eine gleichmäßige und hochwertige Optik.
Materialbedarf bequem berechnen
Wer größere Gabionen plant, sollte den Materialbedarf bereits vor der Bestellung berechnen.
So lassen sich:
- Transportkosten besser planen
- unnötige Restmengen vermeiden
- Materialengpässe verhindern
- Kosten genauer kalkulieren
Ein Gabionen-Rechner kann dabei helfen, die benötigte Steinmenge schnell und einfach zu ermitteln.
Fazit
Die benötigte Menge an Gabionensteinen richtet sich in erster Linie nach dem Volumen der Gabione. Mit der einfachen Formel Länge × Breite × Höhe lässt sich der Grundbedarf schnell berechnen. Anschließend wird das Volumen mithilfe der durchschnittlichen Rohdichte von Natursteinen in Kilogramm oder Tonnen umgerechnet.
Wer zusätzlich eine kleine Materialreserve einplant und die passende Körnung wählt, schafft die ideale Grundlage für eine dauerhaft stabile und optisch ansprechende Gabione.
Alle Inhalte in diesem Ratgeber wurden nach bestem Wissen und Gewissen erstellt. Dennoch übernehmen wir keine Gewähr für Vollständigkeit, Aktualität oder Richtigkeit der Angaben. Technische Anforderungen, Normen, Verarbeitungshinweise und bauliche Gegebenheiten können je nach Anwendungsfall abweichen. Maßgeblich sind stets die Angaben der jeweiligen Hersteller sowie geltende Vorschriften und Normen.

