Grüner Swimmingpool mit Vergleich verschiedener Filtersysteme und Hinweisen zur richtigen Poolpflege

Warum wird Poolwasser grün? Ursachen und die besten Lösungen

Poolwasser grün oder trüb? Erfahren Sie die häufigsten Ursachen und wie Sie mit Stoßchlorung, Algenvernichter und der richtigen Filteranlage Ihren Pool wieder klar bekommen.

Nordmacher Ratgeber Garten, Terrasse & Außenbereich
Algenvernichter

Warum wird Poolwasser grün? Ursachen und die besten Lösungen

Grüner Swimmingpool mit Vergleich verschiedener Filtersysteme und Hinweisen zur richtigen Poolpflege

Der Sommer ist da, die Temperaturen steigen auf über 30 °C und eigentlich möchte man nur noch in den eigenen Swimmingpool springen. Doch stattdessen ist das Wasser plötzlich grün oder trüb. Ein häufiges Problem, das viele Poolbesitzer kennen.

Die gute Nachricht: In den meisten Fällen lässt sich grünes Poolwasser wieder klar bekommen – vorausgesetzt, man handelt richtig.

Warum wird das Poolwasser grün?

Grünes Wasser entsteht fast immer durch Algenwachstum.

Besonders begünstigt wird dies durch:

  • hohe Temperaturen
  • intensive Sonneneinstrahlung
  • zu wenig oder kein Chlor
  • schlechte Wasserzirkulation
  • verschmutzte Filter
  • falschen pH-Wert

Je wärmer das Wasser wird, desto schneller vermehren sich Algen und Mikroorganismen.

Warum ist Hitze ein Problem?

Bei Wassertemperaturen von über 28 °C arbeiten Algen praktisch unter Idealbedingungen.

Gleichzeitig wird das vorhandene Chlor durch UV-Strahlung schneller abgebaut.

Das Ergebnis:

  • Wasser wird grün
  • Wasser wird trüb
  • glitschige Wände
  • unangenehmer Geruch

Deshalb benötigt ein Pool im Hochsommer deutlich mehr Pflege als im Frühjahr.

Was tun bei grünem Poolwasser?

Ist das Wasser bereits grün, sollte möglichst schnell gehandelt werden.

Folgende Reihenfolge hat sich bewährt:

1. pH-Wert prüfen

Der ideale Bereich liegt zwischen:

7,0 und 7,4

Nur in diesem Bereich kann Chlor seine volle Wirkung entfalten.

2. Stoßchlorung durchführen

Bei grünem Wasser reicht normales Chlor meist nicht mehr aus.

Hier empfiehlt sich eine Stoßchlorung, um Algen und Keime schnell abzutöten.

Während dieser Zeit sollte der Pool nicht benutzt werden.

3. Algenvernichter einsetzen

Nach der Stoßchlorung kann ein geeigneter Algenvernichter helfen, verbliebene Algen zu bekämpfen und einer erneuten Ausbreitung vorzubeugen.

Dabei sollten stets die Dosierungshinweise des Herstellers beachtet werden.

4. Filteranlage dauerhaft laufen lassen

Jetzt muss das abgestorbene Material aus dem Wasser gefiltert werden.

Je nach Verschmutzung sollte die Filteranlage 24 bis 48 Stunden möglichst durchgehend laufen.

Welche Filteranlage ist die beste?

Nicht jede Poolfilteranlage arbeitet gleich effektiv.

Kartuschenfilter

Die kleinen Kartuschenfilter werden häufig bei günstigen Aufstellpools mitgeliefert.

Vorteile:

  • günstig
  • einfach zu wechseln

Nachteile:

  • geringe Filterleistung
  • häufiger Wechsel notwendig
  • bei Algen schnell überfordert

Für kleine Pools sind sie ausreichend, bei größeren Wassermengen stoßen sie jedoch schnell an ihre Grenzen.

Sandfilteranlage

Eine Sandfilteranlage gilt für viele Poolbesitzer als die beste Lösung.

Vorteile:

  • hohe Filterleistung
  • einfache Rückspülung
  • langlebig
  • ideal für größere Pools

Sie filtert deutlich feiner als einfache Kartuschenfilter und bewältigt auch stärkere Verschmutzungen besser.

Filterballs

Filterballs sind eine moderne Alternative zum Filtersand.

Vorteile:

  • sehr feine Filterwirkung
  • leichtes Gewicht
  • geringer Wasserverbrauch beim Reinigen
  • einfache Handhabung

Nachteile:

  • nicht jede Sandfilteranlage ist dafür geeignet
  • je nach Hersteller unterschiedliche Reinigungsempfehlungen

Viele Poolbesitzer berichten von einer sehr guten Wasserqualität mit Filterballs.

Warum bleibt das Wasser trotz Chlor grün?

Das kann mehrere Ursachen haben:

  • pH-Wert stimmt nicht
  • Filter arbeitet nicht richtig
  • Filter verschmutzt
  • Filterlaufzeit zu kurz
  • Chlorgehalt zu niedrig
  • sehr starker Algenbefall

Einfach mehr Chlor ins Wasser zu geben, löst das Problem häufig nicht.

Wie verhindert man grünes Wasser?

Mit wenigen Maßnahmen lässt sich das Risiko deutlich reduzieren:

  • Wasser regelmäßig testen
  • pH-Wert kontrollieren
  • Chlorgehalt überwachen
  • Filter regelmäßig reinigen
  • Pool möglichst abdecken
  • Schmutz zeitnah entfernen
  • ausreichend lange filtern

Gerade während längerer Hitzeperioden sollte der Pool häufiger kontrolliert werden.

Fazit

Grünes Poolwasser ist ärgerlich, aber in den meisten Fällen kein Grund, den Pool komplett zu entleeren.

Wer den pH-Wert überprüft, eine Stoßchlorung durchführt, den Filter gründlich arbeiten lässt und gegebenenfalls einen Algenvernichter einsetzt, bekommt das Wasser meist wieder klar.

Für dauerhaft sauberes Wasser spielt die Filtertechnik eine entscheidende Rolle. Während Kartuschenfilter für kleinere Pools ausreichend sein können, bieten Sandfilteranlagen oder moderne Filterballs bei größeren Pools häufig die bessere Reinigungsleistung.

Hinweis:
Alle Inhalte in diesem Ratgeber wurden nach bestem Wissen und Gewissen erstellt. Dennoch übernehmen wir keine Gewähr für Vollständigkeit, Aktualität oder Richtigkeit der Angaben. Technische Anforderungen, Normen, Verarbeitungshinweise und bauliche Gegebenheiten können je nach Anwendungsfall abweichen. Maßgeblich sind stets die Angaben der jeweiligen Hersteller sowie geltende Vorschriften und Normen.
Teilen

Schreibe einen Kommentar

Alle Kommentare werden vor dem Veröffentlichen geprüft.

Diese Website ist durch hCaptcha geschützt und es gelten die allgemeinen Geschäftsbedingungen und Datenschutzbestimmungen von hCaptcha.