Jedes Jahr zwischen Frühjahr und Spätsommer sorgt der Eichenprozessionsspinner in vielen Regionen Deutschlands für Probleme. Die Raupen befallen überwiegend Eichen und können für Menschen und Tiere gesundheitliche Risiken darstellen. Wer beim Spaziergang, im Garten oder auf dem eigenen Grundstück auffällige Gespinste entdeckt, sollte vorsichtig sein und den Kontakt unbedingt vermeiden.
Was ist der Eichenprozessionsspinner?
Der Eichenprozessionsspinner ist ein Nachtfalter, dessen Raupen bevorzugt an Eichen leben. Ihren Namen verdanken sie ihrem typischen Verhalten: Sie bewegen sich oft in langen Reihen hintereinander – ähnlich einer Prozession.
Besonders problematisch sind jedoch nicht die Raupen selbst, sondern ihre winzigen Brennhaare.
Warum sind die Brennhaare so gefährlich?
Ab einem bestimmten Entwicklungsstadium bilden die Raupen Millionen feiner Brennhaare. Diese enthalten ein Nesselgift und können sich durch Wind über größere Entfernungen verbreiten.
Bereits der Kontakt mit den Haaren kann zu folgenden Beschwerden führen:
- Starker Hautausschlag
- Juckreiz
- Rötungen
- Schwellungen
- Augenreizungen
- Atemwegsbeschwerden
- Husten
- Allergische Reaktionen
Die Brennhaare bleiben häufig über Monate oder sogar Jahre in alten Nestern erhalten und können dadurch auch nach dem Verschwinden der Raupen noch gefährlich sein.
Wie erkennt man einen Befall?
Typische Hinweise sind:
- Gespinste am Stamm oder an stärkeren Ästen
- Raupenkolonien an Eichen
- Lange Raupenketten auf dem Stamm
- Kahl gefressene Baumkronen
- Warnschilder oder Markierungen durch Behörden
Gerade im Sommer werden befallene Bäume häufig von Städten und Gemeinden gekennzeichnet und abgesperrt.
Was sollten Sie tun?
Wenn Sie einen Verdacht auf Eichenprozessionsspinner haben:
- Abstand zum Baum halten
- Raupen oder Nester niemals berühren
- Kinder und Haustiere fernhalten
- Das Nest nicht selbst entfernen
- Den Fund der Gemeinde oder dem Grundstückseigentümer melden
Die Entfernung sollte ausschließlich durch spezialisierte Fachfirmen mit geeigneter Schutzausrüstung erfolgen.
Vorsicht auch nach dem Befall
Viele Menschen gehen davon aus, dass die Gefahr vorbei ist, sobald keine Raupen mehr sichtbar sind. Das stimmt leider nicht.
Die Brennhaare können in alten Nestern und Gespinsten über lange Zeit erhalten bleiben und bei trockenem Wetter erneut aufgewirbelt werden.
Fazit
Der Eichenprozessionsspinner ist weit mehr als nur ein Schädling für Eichen. Seine Brennhaare können ernsthafte gesundheitliche Beschwerden verursachen. Wer verdächtige Gespinste oder Raupen an Eichen entdeckt, sollte ausreichend Abstand halten und die zuständigen Stellen informieren. Eigene Beseitigungsversuche sind nicht empfehlenswert.
Alle Inhalte in diesem Ratgeber wurden nach bestem Wissen und Gewissen erstellt. Dennoch übernehmen wir keine Gewähr für Vollständigkeit, Aktualität oder Richtigkeit der Angaben. Technische Anforderungen, Normen, Verarbeitungshinweise und bauliche Gegebenheiten können je nach Anwendungsfall abweichen. Maßgeblich sind stets die Angaben der jeweiligen Hersteller sowie geltende Vorschriften und Normen.

