Beim Verlegen einer Drainage lässt sich eine Richtungsänderung oft nicht vermeiden. Damit das Rohrsystem trotzdem zuverlässig funktioniert, kommen spezielle Drainagebögen zum Einsatz. Besonders verbreitet sind Bögen mit 45° und 90°.
Welcher Bogen die bessere Wahl ist, hängt von den örtlichen Gegebenheiten und dem geplanten Leitungsverlauf ab.
Der 45°-Drainagebogen
Ein 45°-Bogen sorgt für eine sanfte Richtungsänderung.
Vorteile:
- gleichmäßiger Wasserfluss
- geringere Strömungsverluste
- weniger Ablagerungen
- besonders bei längeren Leitungen empfehlenswert
Viele Fachbetriebe bevorzugen deshalb mehrere 45°-Bögen anstelle eines einzelnen 90°-Bogens.
Der 90°-Drainagebogen
Ein 90°-Bogen ermöglicht eine enge Richtungsänderung.
Er eignet sich besonders:
- bei wenig Platz
- an Gebäudeecken
- in Schächten
- bei kurzen Leitungsabschnitten
Auch hier sollte auf ein gleichmäßiges Gefälle geachtet werden.
Wann eignet sich welcher Bogen?
45°-Bogen:
- lange Leitungen
- große Gärten
- gleichmäßiger Wasserfluss
90°-Bogen:
- enge Platzverhältnisse
- Gebäudeecken
- kurze Verbindungen
Fazit
Sowohl 45°- als auch 90°-Drainagebögen haben ihre Berechtigung. Wo ausreichend Platz vorhanden ist, bieten sanfte Richtungsänderungen mit 45°-Bögen häufig strömungstechnische Vorteile. Bei engen Platzverhältnissen ist ein 90°-Bogen dagegen oft die praktikablere Lösung.
Alle Inhalte in diesem Ratgeber wurden nach bestem Wissen und Gewissen erstellt. Dennoch übernehmen wir keine Gewähr für Vollständigkeit, Aktualität oder Richtigkeit der Angaben. Technische Anforderungen, Normen, Verarbeitungshinweise und bauliche Gegebenheiten können je nach Anwendungsfall abweichen. Maßgeblich sind stets die Angaben der jeweiligen Hersteller sowie geltende Vorschriften und Normen.

