Typische Fehler beim Verlegen einer Drainage mit Drainagerohr, Kies und Drainagevlies

Die 10 häufigsten Fehler beim Drainage verlegen

Eine Drainage schützt Haus und Garten nur dann zuverlässig, wenn sie fachgerecht aufgebaut wird. Erfahren Sie, welche zehn Fehler besonders häufig gemacht werden und wie Sie diese vermeiden können.

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Die 10 häufigsten Fehler beim Drainage verlegen

Typische Fehler beim Verlegen einer Drainage mit Drainagerohr, Kies und Drainagevlies

Eine Drainage gehört zu den wichtigsten Maßnahmen, wenn Regen- und Sickerwasser dauerhaft kontrolliert abgeleitet werden sollen. Doch bereits kleine Fehler beim Einbau können dazu führen, dass das gesamte System nicht richtig funktioniert. Im schlimmsten Fall entstehen Staunässe, feuchte Keller oder Schäden an Wegen und Fundamenten.

Wer die häufigsten Fehler kennt, kann sie bereits bei der Planung vermeiden und die Lebensdauer seiner Drainage deutlich erhöhen.


1. Zu wenig oder gar kein Gefälle

Der häufigste Fehler ist ein fehlendes oder ungleichmäßiges Gefälle.

Kann das Wasser nicht kontinuierlich abfließen, bleibt es im Rohr stehen. Dadurch entstehen Ablagerungen und die Drainage verliert ihre Wirkung.

Ein gleichmäßiges Gefälle ist deshalb eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine funktionierende Entwässerung.


2. Das falsche Rohr verwenden

Immer wieder werden geschlossene KG-Rohre anstelle von Drainagerohren eingesetzt.

Ein KG-Rohr kann jedoch kein Wasser aus dem Boden aufnehmen.

Für eine Drainage werden speziell geschlitzte oder perforierte Drainagerohre benötigt.


3. Auf Drainagevlies verzichten

Das Drainagevlies schützt Kies und Rohr vor feinen Bodenpartikeln.

Fehlt das Vlies, verschlammt die Kiesschicht mit der Zeit und die Wasserdurchlässigkeit nimmt deutlich ab.


4. Ungeeigneten Kies verwenden

Nicht jeder Kies eignet sich für Drainagen.

Zu feines Material kann die Zwischenräume zusetzen und den Wasserfluss behindern.

Drainagekies sorgt dagegen für ausreichend Hohlräume und eine gute Wasserführung.


5. Das Rohr direkt in Erde legen

Ein Drainagerohr sollte niemals direkt im Erdreich verlegt werden.

Erst das Kiesbett sorgt dafür, dass Wasser gleichmäßig an das Rohr gelangt und gleichzeitig die Rohröffnungen geschützt werden.


6. Falsche Verlegetiefe

Liegt das Rohr zu hoch oder zu tief, kann die Drainage ihre Aufgabe nur eingeschränkt erfüllen.

Die Verlegetiefe sollte immer zum jeweiligen Einsatzbereich passen.


7. Kein geeigneter Ablauf

Eine Drainage sammelt Wasser – dieses muss anschließend auch sicher abgeführt werden.

Fehlt eine geeignete Versickerung oder ein Ablauf, kann sich das Wasser im System zurückstauen.


8. Zu viele enge Richtungsänderungen

Mehrere enge 90°-Bögen erhöhen den Strömungswiderstand.

Wo ausreichend Platz vorhanden ist, sind sanfte Richtungsänderungen mit 45°-Bögen häufig die bessere Wahl.


9. Kontrollschächte vergessen

Vor allem bei längeren Drainageleitungen erleichtern Kontrollschächte spätere Wartungs- und Reinigungsarbeiten erheblich.

Wer darauf verzichtet, muss bei Problemen oft größere Bereiche freilegen.


10. Keine Planung

Viele Drainagen werden ohne vorherige Planung eingebaut.

Dabei sollten bereits vor Beginn folgende Punkte feststehen:

  • Leitungsverlauf
  • Gefälle
  • Rohrdurchmesser
  • Ablauf
  • Materialbedarf
  • Bodenbeschaffenheit

Eine gute Planung spart später Zeit, Kosten und vermeidet unnötige Fehler.


Zusätzliche Tipps für eine langlebige Drainage

Wer lange Freude an seiner Drainage haben möchte, sollte außerdem auf folgende Punkte achten:

✔ hochwertiges Drainagevlies verwenden

✔ passenden Drainagekies einsetzen

✔ Rohrverbindungen sorgfältig montieren

✔ Gefälle regelmäßig kontrollieren

✔ Kontrollschächte einplanen

✔ Ablauf regelmäßig überprüfen

✔ Wurzeleinwuchs vermeiden



Kostenlose Checkliste zum Download

Damit Sie beim Einbau Ihrer Drainage keinen wichtigen Schritt vergessen, haben wir eine praktische Nordmacher-Checkliste „Drainage richtig verlegen“ erstellt.

Sie enthält alle wichtigen Punkte – von der Planung über das richtige Gefälle bis hin zu Drainagevlies, Kiesbett und der abschließenden Funktionskontrolle.

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Fazit

Eine Drainage funktioniert nur dann dauerhaft zuverlässig, wenn alle Komponenten fachgerecht aufeinander abgestimmt sind. Besonders häufig entstehen Probleme durch fehlendes Gefälle, ungeeignete Materialien oder eine unzureichende Planung.

Wer bereits beim Einbau auf hochwertige Drainagerohre, geeigneten Drainagekies, ein wasserdurchlässiges Drainagevlies und einen durchdachten Leitungsverlauf achtet, schafft die Grundlage für eine langlebige Entwässerung. So lassen sich Staunässe, Feuchtigkeitsschäden und spätere Reparaturen wirksam vermeiden.

Unser Tipp: Laden Sie sich vor Beginn der Arbeiten die kostenlose Nordmacher-Checkliste „Drainage richtig verlegen“ herunter. So behalten Sie alle wichtigen Arbeitsschritte im Blick und vermeiden typische Einbaufehler von Anfang an.

Hinweis:
Alle Inhalte in diesem Ratgeber wurden nach bestem Wissen und Gewissen erstellt. Dennoch übernehmen wir keine Gewähr für Vollständigkeit, Aktualität oder Richtigkeit der Angaben. Technische Anforderungen, Normen, Verarbeitungshinweise und bauliche Gegebenheiten können je nach Anwendungsfall abweichen. Maßgeblich sind stets die Angaben der jeweiligen Hersteller sowie geltende Vorschriften und Normen.
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